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Das Essen aus der Flasche

Um eine Alternative zu schnellen, aber meist weniger gesunden Snacks zu bieten, haben die beiden Gründer Benjamin Kremer (28) und Noel Bollmann (25) die Flüssignahrung YFood entwickelt und in dem TV Format "Höhle der Löwen" präsentiert. Wir fragen uns jedoch, wo bleibt eigentlich der Genuss?


Wir haben scheinbar keine Zeit mehr zum Essen! Oder besser gesagt, wir nehmen uns keine Zeit mehr zum Essen. Wir essen in Eile, im Stehen oder während des Gehens etc. Waren früher die Mahlzeiten Fixpunkte im Tagesablauf der Menschen, wird das Essen heute leider nur mehr den Lebensumständen angepasst.

Den neuesten Trend, den wir seit einiger Zeit verfolgen, bezeichnen wir jetzt einmal als "Express-Verzehr", wo alle wichtigen Nährstoffe geliefert werden.

Die flüssige Nahrung, die pro Portion eine komplette Mahlzeit ersetzen soll, mit Proteinen, Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien sowie wichtige Omega-Fettsäuren“ enthalten und das ganze ohne Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker, wie die beiden Gründer versichern.






Etwas verwundert waren wir über das große Interesse der Löwen, denn wirklich neu ist das Ganze nicht. Und was wir uns vor allem fragen, Essen ist doch mehr und wo bleibt der Genuss? Dazu haben wir einen Beitrag des Ernährungswissenschaftler und Medizin- Journalisten Sven-David Müller gefunden. Der staatlich anerkannte Diätassistent und Diabetesberater der Deutschen Diabetes Gesellschaft hat Applied Nutritional Medicine (Angewandte Ernährungsmedizin) studiert, ein Volontariat und eine Redaktionsausbildung absolviert. Sein Studium hat Sven-David Müller als Master of Science (MSc.) abgeschlossen. Für seine Leistung in der Ernährungsaufklärung wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz und der Ehrenmedaille für Kunst in Wissenschaft der Albert Schweitzer Gesellschaft ausgezeichnet.Der zu diesem Trend folgendes in einem Interview sagt aus dem wir hier zitieren:

„Solche Produkte werden in der Ernährung von Kranken seit Jahrzehnten verwendet, wenn jemand nicht essen kann oder darf.“ Er selbst könnte es nicht verstehen, wenn jemand ohne Not zu einem solchen „Kunstprodukt“ greifen würde. Und dafür findet er mehrere Argumente.

Der Experte betont, dass Ernährung so natürlich wie möglich sein sollte – und findet auf der Inhaltsstoff-Liste von YFood gleich einiges, das seiner Kenntnis nach umstritten ist. Seine Warnung betrifft etwa Haferfasern und Maltodextrin, die in aufwändigen industriellen Prozessen hergestellt werden müssen und weitere Nachteile mit sich bringen sollen. „Maltodextrin hat einen extrem hohen glykämischen Index, ebenso wie die zugesetzte Reisstärke“, so Müller zur Erklärung: Mit dem glykämischen Index wird die Wirkung von kohlenhydrathaltigen Speisen und Getränken auf den Blutzuckerspiegel bewertet. Dabei gilt die Faustregel: je höher, desto ungünstiger.

Besonders kritisch sieht Müller das in YFood enthaltene Carrageen. „Es steht im Verdacht, Darmkrebs fördern zu können, zudem schädigt es die wichtige Darmflora“, sagt er uns. In diesem Punkt ist sich die Forschung jedoch nicht einig. Carrageen (auf Produktverpackungen oft als Zusatzstoff E 407 deklariert) wird als Gelier- und Verdickungsmittel in zahlreichen Fertiglebensmitteln wie Pudding, Salatsauce oder Eiscreme verwendet, darunter auch in Produkten aus dem Bio-Laden. Seine schädliche Wirkung auf die Darmschleimhaut wird seit den 1980er-Jahren diskutiert, nachdem bei Versuchstieren durch die Fütterung mit niedermolekularem, teilweise abgebautem Carrageen vereinzelt Darmgeschwüre festgestellt wurden.

Bei Studien mit Menschen wurden bisher jedoch keine Schäden entdeckt, hält hierzu der

Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung (UGB)“ fest. Und führt aus: „Auch der Verdacht, dass Carrageen bei entsprechend veranlagten Menschen allergieähnliche Symptome auslöst, ist bislang nicht bestätigt.“

Unser Fazit: Ein richtige zubereitete Mahlzeit kann durch nichts ersetzt werden, da Essen mehr sein sollte als einfache Nahrungsaufnahme durch irgendwelche flüssige Nahrungsergänzungsmittel, von dem man dann am Ende auch nicht weis ob es unserem Körper auf lange Sicht nicht schadet.


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